Werkstatt schulentwicklung.digital

Der Einsatz digitaler Medien für einen Wandel der Schul- und Lernkultur kann nur begrenzt „von oben“ verordnet werden; auch ist der „technology push“, also die bloße Verfügbarkeit digitaler Medien und Technologien nicht zwangsläufig pädagogisch zielführend. Notwendig an den einzelnen Schulen ist ein Wandel „von unten“, ein Prozess der inneren Schulentwicklung. 

Im Rahmen der Werkstatt schulentwicklung.digital möchte das Forum Bildung Digitalisierung deshalb mit Schulen zusammenarbeiten, die einen Wandel der Schul- und Lernkultur hin zum Einsatz digitaler Medien begonnen haben und dies bereits auf Ebene ihres Schulprogramms, unabhängig von dem Engagement einzelner Lehrkräfte, verankert haben. 

Ziel der Werkstatt schulentwicklung.digital ist es, einen Austausch über die Entwicklungsfelder von Schulen im Hinblick auf die digitale Transformation zu initiieren. Im Sinne einer gemeinsamen Lerngruppe sollen die Schulen so besondere Gelingens- und Misslingensfaktoren bestimmen und sich bei spezifischen Entwicklungsbedarfen wechselseitig unterstützen. Als ein weiteres Ergebnis sollen Ideen und Ansätze entstehen, wie andere Schulen bei der digitalen Transformation begleitet werden können.

Diese Schulen sind dabei

Die Stiftungen haben aus über 80 hochmotivierten Bewerbern für die Teilnahme 38 Schulen ausgewählt. Hier alle Schulen im Überblick, die 2017 in der Werkstatt schulentwicklung.digital zusammenarbeiten werden:

Kriterien

Die Auswahl der Schulen erfolgt unter Einbeziehung eines Expertenbeirats sowie Vertreter der Länder. Dabei werden folgende Kriterien angelegt:

  • Verankerung: Die Schulen haben sich schon auf den Weg gemacht und Digitalisierung/Medienbildung auch jenseits der Initiative einzelner Lehrkräfte, beispielsweise im Schulprogramm, adressiert; Digitalisierung ist eine maßgebliche Dimension der Schulentwicklung.
  • Reflexion: Die Schulen sind bereit, über Erfolge und Misserfolge zu berichten und verfügen über eine reflektierte Selbsteinschätzung; die Schulen können Entwicklungsbedarfe benennen.
  • Transfer: Die Schulen arbeiten unter Rahmenbedingungen, die vergleichbar mit denen anderer Schulen sind; ihre Erfahrungen sind also grundsätzlich übertragbar. 
  • Vielfalt: Die Schulen kommen aus verschiedenen Bundesländern und bilden möglichst viele verschiedene Schularten ab.

Beschreibung und Bewertung des Schulentwicklungsprozesses

Im Rahmen der Bewerbung waren die Schulen aufgefordert, Ihren Schulentwicklungsprozess zu beschreiben und zu bewerten, um einen genaueren Einblick zu erhalten. Die Fragen dienen dabei der Orientierung und müssen nicht nacheinander abgearbeitet werden. Gerne konnten zur Erläuterung und Vertiefung zusätzliche Dokumente wie das Schulprogramm oder Medienkonzept bei der Bewerbung mit hochgeladen werden.

  • Wann haben Sie mit Ihrem Schulentwicklungsprozess für den Einsatz digitaler Medien begonnen und was war der Auslöser? 
  • Mit welchen Zielen sind Sie gestartet?
  • Wie haben Sie den Prozess gestaltet? 
  • Wie und in welchen Bereichen der Schule / in welchen Fächern setzen Sie heute digitale Medien für personalisiertes Lernen und für die Bewältigung pädagogischer Herausforderungen ein? 
  • Was gelingt Ihnen besonders gut und würden Sie gerne mit anderen Schulen teilen? 
  • Welche Entwicklungsschritte liegen noch vor Ihnen? Wo sehen Sie Bedarfe und welche Unterstützung brauchen Sie noch?

Arbeitsprogramm der Werkstatt schulentwicklung.digital

Die Werkstatt schulentwicklung.digital ist zunächst auf ein Kalenderjahr, von Januar bis Dezember 2017 angelegt. In diesem Zeitraum wird es drei zweitägige Netzwerktreffen für alle beteiligte Schulen geben, die Möglichkeit zur Mitarbeit in Arbeitsgruppen zu verschiedenen Entwicklungsfeldern und eine öffentliche Konferenz zur Vorstellung und Diskussion der Ergebnisse. Die Werkstatt schulentwicklung.digital wird wissenschaftlich begleitet. Eine Verlängerung und Verstetigung der Zusammenarbeit mit den beteiligten Schulen ist angestrebt.

Die beteiligten Schulen erhalten durch das Forum Bildung Digitalisierung keine direkte finanzielle Förderung. Ziel der Werkstatt schulentwicklung.digital ist es, im Peer-Austausch mit anderen Schulen sowie unterstützt durch Experten an gemeinsam identifizierten Entwicklungsbedarfen zu arbeiten. Die Ergebnisse werden dokumentiert und aufbereitet und anderen Schulen im Sinne von Case Studies zur Verfügung gestellt.

Fragen und Antworten

Wie werden die Schulen ausgewählt?

Die Auswahl erfolgt aufgrund der Kriterien Verankerung, Reflexion, Transfer und Vielfalt. Bei der Begutachtung der Bewerbungen wird das Forum Bildung Digitalisierung unterstützt durch Experten und durch Vertreter der Länder.

Kostet die Teilnahme an der Werkstatt etwas?

Nein, die Teilnahme an der Werkstatt ist für die Schulen kostenfrei, die entstehenden Ausgaben wie Reisekosten werden erstattet.

Was bekommen die Schulen für die Teilnahme an der Werkstatt?

Die Schulen erhalten durch das Forum Bildung Digitalisierung keine finanzielle Förderung. Die entstehenden Ausgaben wie Reisekosten werden jedoch erstattet. Die Schulen profitieren von einer Teilnahme an der Werkstatt schulentwicklung.digital, da sie sich mit anderen Schulen auf Peer-Ebene zu gemeinsam identifizierten Entwicklungsbedarfen austauschen können.

Muss meine Schule an allen Treffen der Werkstatt teilnehmen?

Ja, eine Teilnahme an allen drei großen zweitägigen Netzwerktreffen ist obligatorisch. Da personelle Kontinuität für den Austausch der Schulen untereinander wichtig ist, ist es wünschenswert, dass dieselben zwei Personen an den großen Netzwerkreffen teilnehmen.

Wo und wann finden die Treffen statt?

Die drei großen Netzwerktreffen finden in unterschiedlichen Städten in Deutschland statt. Wir versuchen, dabei nach Möglichkeit immer eine der beteiligten Schulen zu besuchen. Die Termine werden schnellstmöglich bekannt gegeben, damit Sie Ihre Teilnahme daran planen können.

Wie kann ich von den Ergebnissen profitieren, wenn meine Schule nicht ausgewählt wird?

Auch die Schulen, die nicht mit für die erste Runde der Werkstatt ausgewählt werden, sollen von den Ergebnissen profitieren. Diese werden aufbereitet und allen Interessierten zugänglich gemacht. Weiterhin sollen digitale Medien genutzt werden, dass auch Schulen, die nicht in der Werkstatt mit dabei sind, die Ergebnisse kommentieren und so mitgestalten können. Außerdem soll es im Herbst 2017 eine öffentliche Konferenz geben, zu der die Ergebnisse vorgestellt und diskutiert werden.

Noch weitere Fragen, die an dieser Stelle nicht beantwortet werden? Wenden Sie sich gerne an das Projektteam: Vincent Steinl, vincent.steinl@forumbd.de, +49 30 8353 8 28 26


Bewerbungsformular

Bitte beachten Sie: Die Bewerbungsfrist ist leider abgelaufen. 

Bei Fragen wenden Sie sich gerne an das Projektteam:

Vincent Steinl, vincent.steinl@forumbd.de, +49 30 8353 8 28 26