Am 6. Mai 2026 haben wir das Orientierungspapier „Gelingensbedingungen für schulische Innovation" veröffentlicht. Die Publikation identifiziert 18 Gelingensbedingungen für schulische Innovation und zeigt auf, wie erfolgreiche Ansätze systematisch über einzelne Schulen und Regionen hinaus in die Breite getragen werden können.

Kontakt

Daniel Böhme (er/ihm)
Senior Projektmanagement

daniel.boehme@forumbd.de
+49 30 5858466-64

Michaela Weiß (sie/ihr)
Leitung Handlungsfeld „Rahmenbedingungen“ und Ko-Leitung Teilprojekt lernen:digital

michaela.weiss@forumbd.de
+49 30 5858466-63

Am 6. Mai 2026 haben wir das Orientierungspapier „Gelingensbedingungen für schulische Innovation“ veröffentlicht. Schulische Innovationsprojekte liefern vielversprechende Ergebnisse, bleiben aber zu oft lokal begrenzt. Erfolgreiche Ansätze enden häufig mit den Projektlaufzeiten oder dem Wechsel engagierter Einzelpersonen. Unser Orientierungspapier geht der Frage nach, unter welchen Bedingungen schulische Innovationsprozesse nachhaltig und in der Breite wirken.

Basierend auf einer systematischen Literatur- und Dokumentenanalyse, Expert:inneninterviews mit Vertreter:innen aus Schulträgern, Schulaufsichten, Schulleitungen und der Bildungsverwaltung sowie einem Konsolidierungsworkshop identifizieren wir 18 Gelingensbedingungen entlang von fünf Bereichen: Fundament, Kooperation, Qualifizierung, Kultur und Nachhaltigkeit. Unser Orientierungspapier zeigt, dass der Erfolg schulischer Innovation nicht von einzelnen Faktoren abhängt, sondern vom Zusammenspiel verschiedener Faktoren: von klaren Zielen und Governance-Strukturen über verbindliche Kooperation und systematische Qualifizierung bis hin zu einer lernförderlichen Fehlerkultur und konsequenter Planung der nachhaltigen Sicherung und Verbreitung.

Ein besonderer Fokus liegt auf dem Transfer und der Skalierung als Kernaufgabe von Schulsystementwicklung. Während Transfer beschreibt, wie Schulen voneinander lernen, nimmt Skalierung die systematische Ausweitung auf viele Schulen in den Blick. Das Orientierungspapier zeigt, dass beide Logiken kombiniert werden müssen, um Innovationen zugleich flächenwirksam und schulkontextnah zu gestalten. Die bessere Verzahnung von inneren und äußeren Schulangelegenheiten spielt dabei eine zentrale Rolle. Darüber hinaus wird das regionale Bildungsmanagement als Katalysator für die Skalierung schulischer Innovation benannt, das Schulen mit anderen Akteuren vernetzt, Ressourcen bündelt und strategische Rahmenbedingungen schafft.

Mit dem Innovationskompass stellen wir ein konkretes Werkzeug bereit, mit Schulpraktiker:innen und Personen aus Bildungsverwaltung gemeinsam den eigenen Standort bestimmen und nächste Schritte planen können. Er ermöglicht eine systematische Standortbestimmung und Reflexion schulischer Innovationsvorhaben entlang der 18 Gelingensbedingungen.

Das Orientierungspapier finden Sie hier zum Download.

Schulische Innovation und Rahmenbedingungen als wichtiges Handlungsfeld des Forum Bildung Digitalisierung

Wir beschäftigen uns seit 2019 mit der Frage, wie Schulträger, Schulaufsichten und Schulleitungen in der digitalen Transformation besser zusammenwirken können. Den Ausgangspunkt bildete das Lab BD, ein bundesweiter Dialog- und Experimentierraum für Schulen, Schulträger und Schulaufsichten. Mit dem Projekt initiierten wir einen ko-konstruktiven Austausch zwischen den Akteur:innen. Das daran anschließende Governance Forum BD bot im Dezember 2024 eine Bühne, um regionale Ansätze systemübergreifender Zusammenarbeit sichtbar zu machen und gemeinsam konkrete Lösungsansätze für Herausforderungen auszuleuchten. Aktuell knüpfen wir mit dem Projekt „Re:frame Bildungsverwaltung“ an unsere bisherigen Erfahrungen an.

Zudem stiften wir Orientierung für Personen in Schulpraxis und Bildungsverwaltung. Bereits 2024 hat das Forum mit dem Impulspapier „Bildungsverwaltung in Deutschland – Innere und äußere Schulangelegenheiten im Dialog“ die veränderten Anforderungen an die Zusammenarbeit von Schulen, Schulträgern und Schulaufsichten analysiert und lösungsorientierte Handlungsempfehlungen formuliert. Der begleitende Praxisleitfaden „Kooperation innerer und äußerer Schulangelegenheiten“ bietet konkrete Unterstützung für den Abschluss von Kooperationsvereinbarungen. Das vorliegende Orientierungspapier baut auf diesen Vorarbeiten auf und erweitert den Blick auf die Frage, wie schulische Innovation über Einzelschulen und Regionen hinaus systematisch in die Breite getragen werden kann.