Am 16. Juni 2026 ist unser neues Factsheet „Digitales Wohlbefinden“ erschienen. Die Publikation nennt aktuelle Zahlen zum Wohlbefinden junger Menschen im digitalen Raum in Deutschland und gibt Einblicke, mit welchen Strategien vier europäische Nationen – Finnland, Irland, Niederlande und Spanien – Kinder und Jugendliche unterstützen.

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Das Wohlbefinden junger Menschen wird zunehmend im digitalen Raum geprägt – zwischen sozialer Vernetzung, KI-Nutzung und digitalem Stress. Gleichzeitig zeigen Studien, dass es um dieses Wohlbefinden nicht gut steht: Laut Deutschem Schulbarometer fühlte sich 2025 ein Viertel der Schüler:innen psychisch belastet. Mit unserem Factsheet „Digitales Wohlbefinden“ bündeln wir aktuelle Zahlen dazu und zeigen auf, wie andere europäische Länder das Wohlbefinden junger Menschen im digitalen Raum stärken.

Kommunikationsplattformen prägen den digitalen Alltag: 231 Minuten verbringen 12- bis 19-Jährige laut JIM-Studie 2025 täglich online, Tendenz steigend. Fast alle nutzen WhatsApp täglich oder mehrmals in der Woche, Social Media macht den größten Teil der Bildschirmzeit aus. Das Erleben im digitalen Raum ist dabei ambivalent. Der Raum ist ein wichtiger Ort, um sich mit der Peer Group auszutauschen oder den Alltag im Klassenchat zu organisieren. 70 Prozent tun das nach eigener Einschätzung in einem ausgewogenen Maß. Doch gerade die Nutzung von Social Media bereitet auch Stress: 22 Prozent der Kinder und Jugendlichen haben laut DAK-Mediensuchtstudie 2026 ein riskantes und 7 Prozent ein pathologisches Social-Media-Nutzungsverhalten. Auch Nutzungsmuster von KI können problematisch werden – insbesondere, wenn Jugendliche einsam oder depressiv sind.

Der Blick ins Ausland zeigt: Finnland, Irland, Niederlande und Spanien sind beim Thema digitales Wohlbefinden weiter und haben Lösungsansätze entwickelt – von einer curricularen Verankerung in Finnland über Irlands Monitoring des Wohlbefindens und den partizipativen Ansatz in Niederlande bis zu Spaniens Schutz- und Präventionsansatz. Alle vier Länder liegen im UNICEF-Ranking zum Wohlbefinden von Kindern weit vor Deutschland.

Aus diesem Blick ins Ausland leiten wir sechs Gelingensbedingungen ab: partizipative Ansätze nutzen, Resilienz stärken, eine durchgängige Strategie etablieren, Überblick schaffen und Angebote bündeln, die Zivilgesellschaft einbeziehen sowie Forschung und Monitoring ausbauen. Bislang gibt es in Deutschland kaum Strategien für einen besseren Schutz und zur Förderung des digitalen Wohlbefindens, insbesondere in der Schule. Der Blick auf andere Länder zeigt, wie sich das ändern kann.

Das Wohlbefinden junger Menschen im digitalen Raum ist auch Thema der diesjährigen Fachtagung „Dimension Digitalisierung“, die wir am 17. und 18. Juni 2026 zum neunten Mal gemeinsam mit der Kultusministerkonferenz veranstalten. Unter dem Schwerpunkt „Gesund. Digital. Lernen.“ geht es um die Frage, wie digitale Medien lernförderlich, gesundheitsbewusst und verantwortungsvoll eingesetzt werden können. Ziel der Fachtagung ist es, Impulse für ein Schulsystem zu geben, das Lernen, Gesundheit und Wohlbefinden zusammendenkt. In diesem Jahr beteiligt sich Bayern als Präsidentschaftsland der Bildungsministerkonferenz an der Umsetzung der Fachtagung.

Das Factsheet finden Sie hier zum Download.