Schulnetzwerk

Foto: Phil Dera / CC BY 4.0

Das Schulnetzwerk macht deutlich, wie individuell und vielfältig der digitale Kulturwandel ist. Deshalb arbeitet das Forum Bildung Digitalisierung gemeinsam mit Schulen aus allen Bundesländern und verschiedenen Schulformen an handlungsorientierten Produkten – aus der Praxis für die Praxis. Unser Ziel ist es, Schulen dabei zu unterstützen, die Chancen und Potenziale von Lehren und Lernen in der digitalen Welt zu nutzen und den Transformationsprozess zu gestalten. Hierbei sind unterschiedliche Ausgangslagen zu berücksichtigen und verschiedene Gestaltungsprozesse möglich.

Innerhalb von Entwicklungswerkstätten, Konferenzen und Workshops gehen Expertinnen und Experten aus Praxis und Wissenschaft die großen Fragen und Aufgaben des digitalen Wandels von Bildungseinrichtungen an. Es geht darum, Gelingensbedingungen zu identifizieren, Transferansätze zu erarbeiten und so gute Beispiele in die Breite zu tragen. Die Heterogenität des Netzwerkes ist dessen Stärke. Dort kommen unterschiedliche Perspektiven zusammen, denn Schulentwicklungsprozesse sind individuell, bieten aber zugleich viel Gelegenheit voneinander zu lernen.

Im Peer to Peer Ansatz entstehen Netzwerke zwischen einzelnen Schulen in Form von Hospitationen, zum Austausch von Konzepten und zur gemeinsamen Weiterentwicklung von Projektansätzen. Die vertrauensvolle und ergebnisorientierte Zusammenarbeit trägt in den Schulen dazu bei, ganzheitliche Schulentwicklungsprozesse zur Gestaltung des digitalen Wandels konsequent weiterzuverfolgen. Neben den Vorteilen für die eigene Schulentwicklung haben die Beteiligten die Möglichkeit, auf diese Weise ihre eigenen Erfahrungen mit anderen zu teilen.

WERKSTATT SCHULENTWICKLUNG.DIGITAL

Die Werkstatt schulentwicklung.digital ist ein bundesweites Format von und für Schulen, die ihre Erfahrungen und Expertise anderen Schulen zur Verfügung stellen wollen. Seit 2017 fördert die Werkstatt den intensiven Austausch von Schulen zu den Themenfeldern digitaler Schulentwicklung. In regelmäßigen Treffen werden institutionelle Gestaltungsmöglichkeiten aufgezeigt, individuelle Umsetzungsschritte verdeutlicht und zentrale Bedingungen des Gelingens von guter Schule in der digitalen Welt diskutiert. Dabei wurden auch Handlungsempfehlungen an Bildungspolitik und Verwaltung formuliert, die besonders auf pädagogische Eigenverantwortlichkeit, neue Wege in der Qualifizierung, Bereitstellung von Ressourcen und Schaffung von Rechtssicherheit zielen.

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ERGEBNISSE AUS DER WERKSTATT SCHULENTWICKLUNG.DIGITAL 2018/19

Im November 2018 startete das Forum Bildung Digitalisierung einen neuen Werkstattprozess mit 26 Schulen aus dem gesamten Bundesgebiet. Im Mittelpunkt standen diesmal ganz konkrete Entwicklungsschritte für die Digitalisierung an Schulen: vom kollaborativen Arbeiten im Kollegium und im Klassenzimmer über Portfolio-Arbeit und Mikrofortbildungen bis hin zum Umgang mit Widerständen. Die Zusammenarbeit im Rahmen der Werkstatt zeigte deutlich: Ein gelungener Schulentwicklungsprozess scheitert nicht an technischen Herausforderungen. Vielmehr sind Haltungsfragen aufseiten der Lehrkräfte und die Unterstützung durch Schulleitungen entscheidend.

Die Ergebnisse stehen nun unter der CC BY 4.0-Lizenz zur Verfügung. Der Name der Urheber*innen soll bei einer Weiterverwendung wie folgt genannt werden: Name der Urheber*innen, entstanden im Rahmen der Werkstatt schulentwicklung.digital 2018/19 des Forum Bildung Digitalisierung e. V.

Digitale Lern- und Arbeitsprodukte kollaborativ erstellen

Konkret und mit einem Tool-Check wird auf die Notwendigkeit von kollaborativen Prozessen eingegangen und wie diese umsetzbar werden. Auf veränderte Rollen und Hierarchien wird eingegangen, sowie Gelingensbedingungen aufgezeigt.

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Gestaltung von Digitalen Lernarrangements

Begonnen mit grundsätzlichen Qualitätsansprüchen an gute Schulen in der digitalen Welt geht es über die Vision von Kompetenzen und Fähigkeiten im 21. Jahrhundert bis hin zu sehr konkreten Beispielen zur Gestaltung von Fachunterricht.

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Haltung von Lehrenden

Klar formuliert und auch begründet werden Bedarfe, Anforderungen und Ansatzpunkte für Veränderungen. Die Praxisberichte tragen zu den konkreten Impulsen und Denkanstößen bei.

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Implementierung einer iPad Klasse

Die Einführung einer iPad Klasse wird ausführlich und umfassend dargestellt. Ebenso wird auf die technische Ausstattung, denUmgang mit technischen Komponenten und auf die Verwaltung und Nutzung hingewiesen. Außerdem benannt werden Stolpersteine und wichtige Lerneffekte.

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Mikrofortbildungen: „Schätze heben“

Sehr detailliert wird auf die Implementierung von Mikrofortbildungen an Schulen eingegangen. Die notwendigen Voraussetzungen und Gelingensbedingungen werden dargestellt und Umsetzungsvorschläge mir Hilfe eines Leitfadens gemacht.

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Motivation: Für den Digitalisierungsprozess motivieren

Mit Hilfe von drei thematischen Zugängen werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie auf Seiten der Schulleitung, dem Kollegium, den Eltern und Schüler*innen Motivation hinsichtlich digitaler Veränderungsprozesse initiiert werden kann.

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Praxisbezogene Qualifizierung: Rezepte zur Fortbildung

Rezeptkarten ermöglichen einen Einstieg in das Thema. Die Zielgruppe wird unterteilt in „Newbies”, „Beginners”, „Intermediates” und „Advanced”. Persönliche Erfahrungsberichte und benannte Stolpersteine bereichern den Inhalt.

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Spiralcurriculare Portfolioarbeit – „Der digitale Schu(h)lkarton“

Die Potentiale von ePortfolioarbeit werden dargestellt und in den Gesamtkontext eingeordnet. Ausgewogen ist vor allem das pädagogische/didaktische Augenmerk und technische Hinweise.

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Stationsarbeit: Individuell digital gestützte Lernprozesse

Anhand von vier konkreten Praxisbeispielen werden Umsetzungsmöglichkeiten der Stationsarbeit aufgezeigt und erläutert wie digitale Elemente in den Unterricht einbezogen werden können. Auch auf die technischen Möglichkeiten mit unterschiedlichen Ausgangsbedingungen wird eingegangen.

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SCHULEN DES NETZWERKS

RÜCKBLICK: WERKSTATT SCHULENTWICKLUNG.DIGITAL 2018/19

Im November 2018 startete das Forum Bildung Digitalisierung einen Werkstattprozess mit 26 Schulen aus dem gesamten Bundesgebiet. In zwei Gruppen unterteilt, galt es, Erfahrungen der Schulen zur Schulentwicklung und zur Digitalisierung zu reflektieren und zu bündeln. Die Arbeitsergebnisse fließen nun in die Entwicklung von Schulbausteinen ein und sollen zukünftig praktische Lösungen für eine gute Schule in der digitalen Welt vermitteln. Die beiden Gruppen Nord und Süd waren bundesländer- und schulartübergreifend zusammengesetzt und trafen sich je drei Mal. Begleitet und moderiert wurden die Treffen im Norden von der Initiative Neues Lernen und im Süden vom Büro für Medienbildung.

  • Unsere Werkstattschulen treffen im November 2018 zum Kick-off und Kennenlernen in der Neuen Mälzerei in Berlin.

    Foto: Phil Dera / CC BY 4.0

  • Einblicke in die Arbeitsphase während eines der Werkstatttreffen.

    Foto: Katja Anokhina / CC BY 4.0

Ausgehend von der Frage „Was hätte mir als Schulleitung im Prozess der digitalen Schulentwicklung geholfen?“ tauschten sich die beteiligten Schulen zu ganz konkreten Entwicklungsschritten aus: kollaboratives Arbeiten im Kollegium und auch im Klassenzimmer, Portfolio-Arbeit, Mikrofortbildungen, Umgang mit Widerständen um nur ein paar zu nennen. 

Der Austausch zeigte deutlich: Ein gelungener Schulentwicklungsprozess scheitert nicht an technischen Herausforderungen. Vielmehr sind Haltungsfragen aufseiten der Lehrkräfte und die Unterstützung durch Schulleitungen entscheidend. Eine Gruppe arbeitete heraus, worin sich jene Haltung ausdrückt, die Lehrkräfte in der Rolle der Lernbegleitung begreift und Schüler*innen Verantwortung für ihren eigenen Lernfortschritt zutraut. Die Antworten in Kurzform: Klarheit in der Rolle, Wertschätzung und Begegnung auf Augenhöhe mit den am Lernprozess Beteiligten, positives Menschenbild, Vertrauen in Fähigkeiten von Schüler*innen, sich in Selbstlernphasen Wissen eigenständig zu erarbeiten. 

Während der Werkstattprozess offiziell am 11. September 2019 zu Ende ging, arbeitet das Forum Bildung Digitalisierung weiter an den Schulbausteinen, einem Selbstlernmaterial für Schulleitungen, das Schulentwicklungsprozesse anstoßen und ein zeitgemäßes Verständnis von digitalem Lernen und Unterrichten strukturell verankern will.

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