Torben Bennink studierte Lehramt an Gymnasien an der Universität Osnabrück. Als freier Journalist schreibt er für Table.Briefings und Plan BD über Querschnittsthemen der Bildungspolitik und -forschung, unter anderem Digitale Transformation und Lehrkräftebildung. Zu seinem LinkedIn-Profil
Die Lehrerin Kristin van der Meer und Schulleiterin Wenke Funke erklären im Interview, wie KI den Unterricht verändert, Lerndaten sinnvoll genutzt werden und wo ethische Grenzen gezogen werden müssen.
Um selbstbestimmt handeln zu können, sollten Kinder und Jugendliche früh Verantwortung für ihre Lebenswelt übernehmen. Fake News und Desinformation sind dabei ständige Begleiter des Aufwachsens. Das rückt die Schule in die Verantwortung, demokratische Prozesse zu ermöglichen und gleichzeitig Resilienz und Nachrichtenkompetenz in einer Kultur der Digitalität zu stärken. Digitale und soziale Medien bieten spezifische Chancen und Herausforderungen für die Demokratiebildung.
Für eine erfolgreiche digitale Transformation in Schulen braucht es mehr als technisches Wissen. Alle Beteiligten – Schüler:innen, Lehrkräfte, Schulleitungen und Bildungsverwaltungen – müssen digitale Werkzeuge sinnvoll und selbstbestimmt nutzen können. Die Aus- und Fortbildung der Lehrkräfte und die Prüfungskultur müssen weiterentwickelt werden. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie junge Menschen dazu befähigt werden können, ihre Zukunft unter den Bedingungen der Digitalität selbst zu gestalten.
In der digitalen Transformation ordnen sich Zuständigkeiten und Rollenbilder zwischen Schulaufsicht, Schulträger und schulischen Verantwortlichen neu. Diese Akteure haben die Aufgabe, sich neuen Formen der Kooperation und geteilten Visionen für Schule in einer Kultur der Digitalität zu widmen. Daten können dabei Gesprächsanlässe bieten, um die Zielerreichung kontinuierlich gemeinsam zu überprüfen.
Der Anspruch, sich in einer Kultur der Digitalität selbstbestimmt und reflektiert zu bewegen, stellt hohe Anforderungen an alle Beteiligten des Schulsystems: Schüler:innen und Lehrkräfte müssen die nötigen Fähigkeiten erwerben, Verwaltung und Politik passende Rahmenbedingungen dafür schaffen.
Seitdem im Jahr 2022 OpenAIs Chatbot ChatGPT auf den Markt kam, ist Künstliche Intelligenz das Megathema in der Bildungslandschaft. Auch die Lehrkräftefortbildung ist gezwungen, eingetretene Pfade zu verlassen und neue Kompetenzen anzubahnen. Im Doppelinterview sprechen Anika Limburg und Alina Kissner-Schmidt darüber, was Fortbildner:innen selbst dafür können müssen, welche Formate erfolgversprechend sind – und warum es mehr denn je auf die Lehrkräfte ankommt.
Die Verbreitung wissenschaftlich fundierter Innovationen im Bildungssystem hat in Zeiten der digitalen Transformation eine große Bedeutung. Im Doppelinterview sprechen der Bildungsforscher Christian Reintjes und die Lehrerin und Fortbildnerin Britta Kölling über Lehren aus großen Transferprojekten, Gelingensbedingungen für Transfer und Potenziale von EdTechs und Zivilgesellschaft.
Eine enge Zusammenarbeit von Schulen, Schulträgern und Schulaufsichten gilt als eine der Gelingensbedingungen für effektive Transformationsprozesse im Bildungssystem. Visionen aus den drei Ebenen weisen den Weg zu einer zukunftsfähigen Kooperation in einer Kultur der Digitalität.
Die Ministerin für Bildung und Kultur des Saarlandes Christine Streichert-Clivot hat die Partizipation von Kindern und Jugendlichen an schulischen Transformationsprozessen zu einem Kernanliegen der KMK-Präsidentschaft 2024 gemacht. Anlässlich der Fachtagung „Dimension Digitalisierung – Schüler:innen in der Transformation stärken“ spricht sie mit dem neuen Generalsekretär der Bundesschülerkonferenz Fabian Schön darüber, wie das gelingen und wie die Politik dabei unterstützen kann.