KI und digitale Schulentwicklung
Künstliche Intelligenz (KI) verändert Schule und Lernen grundlegend. Längst hat sie Einzug in das Schulsystem gehalten und damit umfassende Transformationsprozesse angestoßen. Schulleitungen und ihren Teams kommt hierbei eine Schlüsselrolle zu. Von ihnen wird erwartet, den lernförderlichen Einsatz von KI in der Schulentwicklung, aber auch in der Schuladministration, etwa bei der Unterrichtsplanung, Personalentwicklung oder Evaluation, effektiv zu nutzen. Auch Aspekte wie Ethik und Datenschutz gilt es zu überblicken. Darüber hinaus obliegt es ihnen, ganzheitliche KI-Strategien für ihre Schule zu entwickeln und in Abstimmung mit dem Schulträger oder der Schulaufsicht verlässliche Rahmenbedingungen für sich und ihr Kollegium zu schaffen.
Das Projekt KI und digitale Schulentwicklung formuliert konkrete Handlungsempfehlungen für Entscheider:innen in Politik und Verwaltung, die eine lernförderliche Einbindung von KI in der Schul- und Unterrichtsentwicklung stärken und bestehende Fort- und Weiterbildungsstrukturen unterstützen. Es wird eine Praxislösung erarbeitet und skaliert, die Schulleitungen darin bestärkt, die Potenziale von KI zu erschließen und notwendige Transformationsprozesse verantwortungsvoll zu gestalten. In einem Orientierungspapier werden dazu bestehende KI-bezogene Qualifizierungsangebote analysiert. Das Projekt ist Teil der Vorhaben zur Führungskräftequalifizierung für die digitale Schulentwicklung, die das Forum Bildung Digitalisierung gemeinsam mit der Deutsche Telekom Stiftung, der Dieter Schwarz Stiftung und der Wübben Stiftung Bildung umsetzt.
Orientierungspapier „KI-bezogene Schulleitungsfortbildungen in Deutschland“
Die Erkenntnisse wurden im Orientierungspapier „KI-bezogene Schulleitungsfortbildungen in Deutschland“ gebündelt. Konkret verfolgten wir dafür einen zweistufigen Forschungsansatz. Im ersten Schritt erfolgte eine systematische Recherche zu Fortbildungsangeboten für Schulleitungen zum Thema KI und digitale Schulentwicklung, um einen Überblick über die Fortbildungslandschaft zu gewinnen.
Diese Rechercheergebnisse wurden im zweiten Schritt um qualitative Interviews mit Expert:innen ergänzt. Durch Gespräche mit Vertreter:innen der Landesinstitute und anderen Fortbildungsanbietern haben wir vertiefte Einblicke zu Zielsetzungen, Inhalten, Formaten und Herausforderungen der aktuellen und geplanten Angebote erhalten. Die Ergebnisse wurden abschließend im Licht internationaler Best-Practice-Beispiele kontextualisiert.
Das Orientierungspapier wurde im Auftrag des Forum Bildung Digitalisierung vom FiBS – Forschungsinstitut für Bildungs- und Sozialökonomie erarbeitet.