Kontakt
Fabio D’Addona (er/ihm)
Projektmanagement (in Elternzeit)
Bianca Ely (sie/ihr)
Leitung Handlungsfeld „Konzepte und Qualifizierung“
Lizenzhinweis
Das Material ist unter der Creative Commons Lizenz „CC BY-SA 4.0 – Namensnennung-Share Alike 4.0 International“ veröffentlicht. Urheber: Forum Bildung Digitalisierung e. V.
Das Orientierungspapier „KI-bezogene Schulleitungsfortbildungen in Deutschland“ bietet einen Überblick zu aktuellen KI-Fortbildungsangeboten und ordnet sie hinsichtlich ihrer inhaltlichen Ausrichtung ein. Es analysiert Herausforderungen und Bedarfe in der Gestaltung der Fortbildungen, identifiziert gelungene internationale Praxisbeispiele und leitet Impulse für die Weiterentwicklung von Qualifizierungsangeboten für Schulleitungen und ihre Teams ab. Für die Studie hat ein Autorinnenteam des FIBS – Forschungsinstitut für Bildungs- und Sozialökonomie 41 aktuelle KI-Fortbildungsangebote für Schulleitungen identifiziert und 19 Interviews mit Vertreter:innen von Landesinstituten und privaten Fortbildungsanbietern sowie KI-Expert:innen im In- und Ausland geführt. Angesichts der hohen Dynamik im Feld von KI und Schule stellt diese Untersuchung eine Momentaufnahme der aktuellen Angebote und Entwicklungen dar, von der sich Trends und Impulse für die weitere Entwicklung und Professionalisierung der Fortbildungsangebote ableiten lassen.
Das Orientierungspapier wurde im Auftrag des Forum Bildung Digitalisierung vom FiBS – Forschungsinstitut für Bildungs- und Sozialökonomie erarbeitet. Es ist Teil der Vorhaben zur Qualifizierung von Führungskräften für die digitale Schulentwicklung, die das Forum Bildung Digitalisierung gemeinsam mit der Deutsche Telekom Stiftung, der Dieter Schwarz Stiftung und der Wübben Stiftung Bildung umsetzt.
Take-aways
Tool-Wissen dominiert, KI als Schulentwicklungsthema kommt zu kurz: Angebote zur strategischen Berücksichtigung von KI in Schulentwicklungsprozessen gibt es bislang nur vereinzelt, sind jedoch für Schulleitungen von hoher Relevanz.
Einmalige KI-Schulungen reichen nicht. Nachhaltiger Kompetenzerwerb braucht langfristige Begleitung: Nachhaltige Kompetenzentwicklung erfordert jenseits des bisherigen Angebots Formate, die über einen längeren Zeitraum Reflexion und Mitgestaltung erlauben und spezifisch auf die individuellen Bedarfe der Schulen angepasst werden können.
Ressourcenknappheit in Landesinstituten bremst KI-Fortbildungen: Mangelnde personelle und finanzielle Ressourcen erschweren die notwendige Weiterentwicklung und Verbreitung der Fortbildungsangebote. Eine verstärkte, bundesländerübergreifende Zusammenarbeit könnte Ungleichheiten ausbalancieren.
Die Dynamik von KI verlangt nach Geschwindigkeit und Kompetenzen im Unterstützungssystem: Dynamische KI-Entwicklung trifft auf komplexe Schulentwicklungsprozesse und tradierte Verwaltungsstrukturen. Damit Institutionen des schulischen Unterstützungssystems ihrer Aufgabe gerecht werden können, brauchen sie selbst Unterstützung. Sie müssen zügig KI-Kompetenzen aufbauen, um von einer reagierenden in eine agierende Rolle zu kommen.
Vom Ausland lernen – Best Practices für nachhaltige KI-Fortbildungen: Für die Arbeit der Fortbildungsanbieter spielt der internationale Kontext bisher kaum eine Rolle. Positive Beispiele etwa aus einzelnen Schulbezirken der USA oder das Konzept der Educational Technologists aus Estland könnten auch für Deutschland von Interesse sein.