telegraphen_lounge

Foto: Deutsche Telekom

SCHULE DIGITAL – HEILSBRINGER DIGITALPAKT?

Im Zentrum der Veranstaltung stand der DigitalPakt. Jedes Bundesland soll hierfür ein eigenes Förderprogramm auflegen und den Schulen bis zum Sommer Antragsmöglichkeiten bieten. Welche Chancen bietet die Digitalisierungsoffensive? Setzt sich Deutschland mit innovativen Lösungen bald an die europäische Spitze oder droht die Verzettelung in einer Vielzahl unkoordinierter Einzelprojekte?

Expertinnen und Experten aus dem Bildungsbereich diskutierten in der telegraphen_lounge von Deutsche Telekom zum Thema Schule Digital – Heilsbringer DigitalPakt?. Mit dabei waren Dr. Doris Hellmuth, Schulleiterin des John-Lennon-Gymnasium Berlin. Für die Politik äußerte sich Oliver Kaczmarek, bildungspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion. Stellvertretend für die Zivilgesellschaft sprach Dr. Nils Weichert, Vorstand des Forum Bildung Digitalisierung. Moderiert wurde die Diskussion von Volker Wieprecht.

Die Anwesenden waren sich einig: Nach dem Digitalpakt ist vor dem Digitalpakt. Die Ausstattung der einzelnen Schulen mit Technik ist ein gelungener Anfang. Jetzt müsse es darum gehen, am System Schule zu arbeiten und die Kompetenzen in den Blick zu nehmen. Doris Hellmuth war es dabei ein besonderes Anliegen, alle Schülerinnen und Schüler gleichermaßen auf eine digitale Zukunft vorzubereiten. Sie gab eine klare Richtung für die notwendigen neuen Denkmuster und Kompetenzen: „Was nützt das Auswendiglernen, wenn jede Antwort über eine Suchmaschine in Sekunden zur Verfügung steht?“ Vielmehr müsse sich das Lehren und Lernen grundsätzlich ändern.

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Nils Weichert pflichtete der Schulleiterin bei und machte deutlich wie wichtig gut ausgebildete Lehrkräfte und damit geeignete Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen sind, um Digitalisierung nicht mehr als Zusatz sondern als Querschnittsaufgabe zu betrachten. Zustimmung kam auch von Oliver Kaczmarek. Ihn treibt um, dass Schüler in Deutschland im internationalen Vergleich Kompetenzrückstände im Umgang mit digitalen Medien haben. Er sieht die „Länder in der Verantwortung“ und den Digitalpakt lediglich als „eine Teillösung für Bildung in der digitalen Welt.“

Im Verlauf des Jahres wird es sich in den Ländern entscheiden, wie schnell der Digitalpakt umgesetzt werden kann. Jedes Land wird dafür eigene Förderrichtlinie erarbeiten und muss dafür sorgen, dass die Schulen adäquat bei der Entwicklung von geeigneten ganzheitlichen Konzepten und beim Einsatz der digitalen Medien unterstützt werden. Ein Fokus sollte außerdem auf der Qualifizierung und der Einbindung externer Expertise liegen. Dafür ist auch die Zivilgesellschaft ein wichtiger Ansprechpartner.

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